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Brennwerttechnik

Bei der Verbrennung von Heizöl bildet sich, durch die chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff, Wasser. Dieses Wasser wird aufgrund der im Brennraum herrschenden Temperaturen in Wasserdampf umgewandelt. Bei konventionellen Heizkesseln entweicht dieser Wasserdampf über das Kamin ins Freie, wo er dann kondensiert und als weisse Rauchfahne gut sichtbar ist. Die Energie, die im Wasserdampf enthalten ist, geht somit bei konventionellen Anlagen verloren.

 

Bei Brennwertkesseln (heute Stand der Technik) wird diese Energie genutzt und erhöht den Wirkungsgrad von modernen Ölheizungen bis zu 10% (rein Gewinnung der Wasserdampfenergie). Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis der erzeugten nutzbaren Energie zur eingesetzten Energie. Bei einer Ölheizung gibt er die Nutzung der aus der Verbrennung von Heizöl entstehenden Wärme an. Bei der modernen Brennwerttechnologie wird neben dem Heizwert Hi (= reine Verbrennungswärme des Brennstoffes) auch die Kondensationswärme (= Nutzung der Wasserdampfenergie) genutzt. Dadurch hat sich die Definition für den Wirkungsgrad verändert. Ausschlaggebend ist heute der obere Heizwert Hs. Im Sinne einer auch für Endverbraucher verständlichen Kommunikation sollten sich daher Wirkungsgrade nur noch auf den Brennwert (= oberer Heizwert, Hs) beziehen. Physikalisch unmögliche Wirkungsgrade von über 100% führen zur Verwirrung der Konsumenten. Dank der Brennwerttechnologie erreichen wir heute bei Ölheizungen Wirkungsgrade von 99%.

 

Nun wie funktioniert die Nutzung der Wasserdampfenergie? Bei Brennwertkesseln werden die Abgase nach dem Brennraum in einen Wärmetauscher geführt und bis zum Taupunkt des Wasserdampfes abgekühlt. Dabei kondensiert der Wasserdampf und die in ihm enthaltene Energie wird in das Heizungssystem geführt. Der Energiegewinn durch die Kondensation beträgt aufgrund physikalischer Gesetzgebungen 6%. Die Sache sieht allerdings noch besser aus. Durch die Abkühlung und Wärmenutzung der Abgase bis zum Taupunkt resultieren weitere 4% an Energiegewinn.