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Erdölversorgung: Diversität erhöht die Sicherheit

Cressier/Neuenburg, 12. September 2017 - Am heutigen Pressetag in der Raffinerie Cressier und in Neuenburg haben Vertreter der Erdöl- und Biotreibstoffbranche die hohe Bedeutung einer sicheren Erdölversorgung betont. Die Diversität der Importwege und die Pflichtlager ermöglichen es, Unterbrüche beim Erdöltransport auszugleichen. Die Erdölbranche fordert einen für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze tragbaren Klimaschutz.

 

Roland Bilang, Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung, sagt zum derzeitigen Bahnunterbruch in Rastatt (D): «Etwa ein Drittel aller Importe von Erdölprodukten erfolgen per Bahn aus Deutschland. Wir sehen nun, dass die Diversität der Importwege und die Raffinerie Cressier einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Versorgung mit Erdölprodukten leisten.»

 

Die Schweizer Konsumenten werden dank dieses ausgeklügelten Systems seit dem Bahnunterbruch vor einem Monat weiterhin ohne Einschränkungen versorgt. Bei Engpässen können zudem Pflichtlager die Schweiz während bis zu viereinhalb Monaten versorgen.

 

Raffinerie als Pfeiler der Versorgungssicherheit

Die Produktion der Raffinerie in Cressier sichert etwa einen Viertel des Inlandabsatzes an Erdölprodukten. Diese Anlage bezieht über eine Pipeline Rohöl vom Hafen in Marseille.

 

Die Raffinerie ist für die Region Neuenburg wirtschaftlich bedeutend. «Wir bieten 300 Arbeitsplätze, von denen eine Mehrheit hochqualifiziertes Personal beschäftigt», präzisiert Reinout Houttuin, Direktor der Raffinerie. «VARO hat in den vergangenen Jahren in zahlreiche Projekte investiert und diese soweit möglich in Zusammenarbeit mit lokalen Firmen ausgeführt.»

 

Die Pipeline Sappro beliefert zudem einen Teil der Westschweiz mit Erdölprodukten wie Benzin, Diesel, Flugpetrol und Heizöl. Diese verbindet Genf mit Fos-sur Mer (Mittelmeer).

 

Für einen wirksamen Klimaschutz

Mit dem Einsatz von Biotreibstoffen erzielt die Erdöl-Branche bereits heute beträchtliche CO2-Einsparungen im Verkehr (250‘000 Tonnen im 2016).

 

«Massnahmen zur Reduktion des globalen CO2-Ausstosses sind sehr wohl nötig», erklärt Roland Bilang. Da sich nur eine prosperierende Wirtschaft einen wirksamen Klimaschutz leisten kann, darf dieser die im internationalen Vergleich umweltfreundliche Schweizer Wirtschaft nicht beeinträchtigen. «Zudem darf die Bevölkerung durch höhere Treibstoff- und Brennstoffpreise nicht benachteiligt werden.»

 

Der Bund verfolgt gegenüber dem Niveau von 1990 ein Gesamtverminderungsziel von 50 Prozent bis 2030. Roland Bilang kommentiert: « Nur wenn Emissionseinsparungen uneingeschränkt sowohl im Inland wie auch im Ausland erzielt werden können, ist die Erdöl-Vereinigung mit dem ambitionierten 50-Prozent-Ziel einverstanden.» Denn das Reduktionspotential im Inland ist begrenzt und kann nur mit aufwendigen und ineffizienten Prozessen weiter ausgeschöpft werden.

 

pdfPräsentationen des Pressetags

 

Auskunft:

David Suchet

Leiter Kommunikation

Erdöl-Vereinigung

Tel. +41 79 902 31 08