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Marktlage (19. April 2018)

Marktlage

Die Preise sind auf ein Drei-Jahreshoch gestiegen. Grund dafür sind geopolitische Spannungen und ein reduziertes Angebot.

 

Ein Fass der Sorte Brent kostet ungefähr ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Die Preise stiegen vor dem Angriff Frankreichs, Englands und der USA auf Anlagen in Syrien. Obwohl eine weitere Eskalation des Konflikts derzeit nicht in Sicht ist, bleibt die Beziehung zwischen grossen Ölproduzenten wie Russland, dem Iran und den USA angespannt.

 

Brent Preis prixEntwicklung des Rohölpreises über die letzten 20 Jahre (Quelle: EIA).Das global sinkende Angebot treibt auch die Preise nach oben. Die beeinträchtigte Produktion Venezuelas trägt ebenfalls dazu bei. Mit der steigenden Raffinerieauslastung in den USA sind die Bestände wieder geschrumpft, was sich bullish auswirkt.

 

Die aktuelle Preislage begünstigt aber die Ölförderung ausserhalb der Opec. Neuste Daten deuten darauf hin, dass die US-Schieferölproduktion im Mai weiter wachsen und einen neuen Rekord brechen wird. Mit 815 Öl-Bohranlagen hat man in den USA bereits ein Drei-Jahreshoch erreicht.

 

Relevant für die Preise ist aber, ob die derzeit gute globale Wirtschaft diese zusätzlichen Mengen problemlos verbrauchen kann oder ob dies noch einmal zu einer Überversorgung führen wird. Analysten bezweifeln zudem, dass die US-Fördergebiete über genug Materialien und Arbeitskräfte verfügen, um das Wachstum zu begleiten.